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Kunststoffindustrie mit drastischen Einbußen im ersten Quartal 2009
19.06.2009
Kunststoffindustrie mit drastischen Einbußen im ersten Quartal 2009
Erste Anzeichen für Aufhellung der konjunkturellen Lage
Frankfurt am Main, 18. Juni 2009 – Die globale Wirtschaftskrise hat die deutsche Kunst-stoffindustrie mit voller Wucht getroffen. Die Wirtschaftsvereinigung Kunststoff (WVK), die die gemeinsamen Interessen von Kunststofferzeugern, -verarbeitern und Maschinenbauern vertritt, präsentierte in Frankfurt die aktuellen Kennzahlen der Branche.
Für das erste Quartal 2009 weisen die deutschen Kunststofferzeuger einen Umsatzrück-gang von 35,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Dabei hat sich der Inlands-umsatz mit 36,1 Prozent etwas stärker als der Außenhandelsumsatz (-35,2 Prozent) verrin-gert. Der Produktionsindex (Basis: 2005) brach um 31,4 Prozent ein. Nach Einschätzung des Vorsitzenden des WVK-Trägerverbandes PlasticsEurope Deutschland, Dr. Günter Hilken, ist Kunststoff als Querschnittsmaterial massiv von den aktuellen wirtschaftlichen Problemen betroffen, werde umgekehrt von einer Erholung aber auch stark profitieren. „2010 wird ein wichtiges Jahr für uns. Erst dann wird sich zeigen, wo wir wirklich stehen“, so Dr. Hilken.
Die Kunststoffverarbeitung verzeichnet für den gleichen Zeitraum Umsatzeinbußen in Höhe von 19,8 Prozent. Der Auslandsumsatz sank um 23,9 Prozent, der Inlandsumsatz um 17,2 Prozent. Der Produktionsindex fiel um 19,5 Prozent.
Der Umsatz im deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenbau ging im ersten Quartal 2009 mit 27 Prozent ebenfalls stark zurück. Auch hier verringerte sich der Umsatz im Export mit 29 Prozent deutlicher als der Inlandsumsatz (-23 Prozent). Jan-Udo Kreyenborg, Vorsitzender des WVK-Trägerverbandes Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA: „Der deutsche Maschinenbau ist als Exportweltmeister besonders hart von dem aktuellen Einbruch auf nahezu allen Märkten betroffen. Bei einem Anziehen der Konjunktur wird sich diese breite Aufstellung jedoch wieder als Vorteil erweisen.“
Der Vorsitzende der WVK, Dr. Reinhard Proske, betonte, dass die mitunter drastischen Rückgänge bei Umsatz und Produktion für die seit Jahrzehnten wachsende Kunststoffin-dustrie einen historischen Einschnitt markieren. Dennoch sieht er keinen Anlass, langfristig schwarz zu malen: „Erste Anzeichen im Markt deuten darauf hin, dass sich die Situation, wenn auch auf äußerst niedrigem Niveau, stabilisiert.“ Zwar sei mit einem nachhaltigen Auf-schwung noch in diesem Jahr nicht zu rechnen. Aktuelle Konjunkturindices, so Proske, deu-ten jedoch auf eine allmähliche Aufhellung der Stimmung und damit zumindest auf ein Ende der Talfahrt hin.
Die deutsche Kunststoffindustrie ist mit etwa 394.000 Beschäftigten in mehr als 3.700 Un-ternehmen und einem Jahresumsatz von über 84 Mrd. Euro einer der bedeutendsten Wirt-schaftszweige in Deutschland. Sie hat einen Anteil von sechs Prozent an der heimischen Industrieproduktion.
Pressekontakt
Christoph Bornhorn
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Fax: 06172/926674
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