Composites/GFK Dezember 2017:

  • Harze tendieren weiter aufwärts
  • Auch Glasfaserprodukte zum Jahresende teilweise teurer
  • Nervosität wegen der kommenden Wartungsabstellungen beim Vorprodukt Styrol

Im Dezember tendierten die Orthoharze trotz der ab Monatsmitte schwächeren Nachfrage erneut aufwärts. Grund war vor allem der um 8 Prozent höhere Abschluss des Styrolkontrakts. Die Ordertätigkeit kam erst spät im Monat unter die Räder und auch nicht in dem Umfang der vergangenen Jahre. Dennoch war ein Nachlassen spürbar.

Europäische Glasfaserhersteller nutzten insbesondere bei assemblierten Rovings offenbar punktuell die Zölle auf chinesische Ware, um eigene Preiserhöhungen durchzusetzen. Große Abnehmer konnten die Preise noch stabil halten, kleinere Abnehmer jedoch mussten teils deutliche Aufschläge hinnehmen. Verarbeiter klagen deshalb stellenweise über eine mangelnde Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zur Konkurrenz in Ländern außerhalb der EU.

Nervosität verbreiten aktuell die für das Frühjahr geplanten Wartungsabstellungen der Styrol-Anlagen. Vor diesem Hintergrund dürften die Harzpreise fester tendieren, möglich ist auch ein gewisser Lagerauffülleffekt, sollte sich eine größere Zahl von Kunden für die sichere Seite entscheiden.

Bei Glasfaser-Verstärkungsprodukten ist eine weitere Stabilität eher wahrscheinlich, da bislang nur von unterschwelliger Aktivität seitens der Anbieter zu hören ist. Dennoch ist ein gewisser Aufwärtstrend im ersten Quartal nicht ausgeschlossen.

 

Preisindex

Hinweis zur „Plastixx“-Grafik:

Der vorliegende „Plastixx Composites“ ist das jüngste Mitglied der KI-Indexfamilie. Die zugrunde liegenden Daten werden gemittelt nach der Methodik des Paasche-Index aggregiert. In die Berechnung gehen die durchschnittlichen westeuropäischen Marktpreise für Orthoharze und Glasfaserprodukte ein, gewichtet nach westeuropäischen Verbrauchsmengen. Diese Gewichtung wird jährlich aktualisiert. Die Basis ist Januar 2010 mit 1.000 Punkten.

Mehr Informationen unter: www.kiweb.de