Composites/GFK Januar 2019:

  • Harze driften erneut abwärts
  • Kräftige Abschläge bei Glasfaserprodukten
  • Nachfrage aber weitgehend normalisiert

In kleinen Schritten vollziehen die Orthoharze den Sinkflug beim Hauptvorprodukt Styrol nach. Die Erzeuger blieben im Januar hart in den Verhandlungen und gaben nur langsam Boden preis – wohl auch, weil sich die Abwärtstendenz bei Styrol merklich verlangsamte. Noch allerdings ist etwas Luft nach unten in den Notierungen. Styrol steigt zwar im Februar zum ersten Mal seit Oktober wieder leicht, doch insgesamt summieren sich die Abschläge der Styrol-Referenz seit Oktober auf über 400 EUR/t. Etwa drei Viertel dessen, was davon nominell bei den Harzen ankommen könnte, wurde bisher umgesetzt. Ein weiterer kleiner Abschlag könnte für Februar also noch zu erwarten sein.

Zum Jahreswechsel kam es zudem zu kräftigen Abschlägen bei fast allen Glasfaserprodukten. Hier wirken sich offenbar vor allem die US-Strafzölle auf chinesische Ware aus, die daraufhin in Europa ein Ventil suchen. Insbesondere Standardware rutschte sehr deutlich ab. Lediglich die Preise für assemblierte Rovings blieben nahezu stabil, diesen sollte im Einkauf zudem vielleicht ein wenig mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Das Nachfrageloch vom Jahresende 2018 ist noch zu spüren. Voraussichtlich sollte sich die Ordertätigkeit bis Ende Februar aber vollständig normalisieren.

 

Preisindex

Hinweis zur „Plastixx“-Grafik:

Der vorliegende „Plastixx Composites“ ist das jüngste Mitglied der KI-Indexfamilie. Die zugrunde liegenden Daten werden gemittelt nach der Methodik des Paasche-Index aggregiert. In die Berechnung gehen die durchschnittlichen westeuropäischen Marktpreise für Orthoharze und Glasfaserprodukte ein, gewichtet nach westeuropäischen Verbrauchsmengen. Diese Gewichtung wird jährlich aktualisiert. Die Basis ist Januar 2010 mit 1.000 Punkten.

Mehr Informationen unter: www.kiweb.de