• Harze stehen vor neuerlichem Preisauftrieb
  • Teuerung schon im November zu spüren
  • Knappere Versorgung mit Styrol in Europa
  • Glasfaserrovings etwas teurer

Im November erfüllten sich die Erwartungen, die mancher schon für den Oktober gehegt hatte. Die Ordertätigkeit im Bau, bei Chemieanlagen und im Nutzfahrzeugbau kam recht ordentlich voran. Der Auftrieb von fast 60 EUR/t bei Styrol im November ergab zusammen mit der anziehenden Nachfrage einen spürbaren Schub auch für die Orthoharze. Die zunehmende Verbringung von Styrol nach Asien – insbesondere in das hungrige China – hinterließ in Europa Spuren bei der Verfügbarkeit des maßgeblichen Vorprodukts. Einschränkungen in der Verfügbarkeit wurden nach wie vor nur in begrenztem Umfang kolportiert. Die erhöhte Exporttätigkeit bei Styrol lässt jedoch darauf schließen, dass es durchaus zu verlängerten Lieferzeiten gekommen sein dürfte.

Der Anfang Dezember um fast 140 EUR/t noch einmal deutlich höher fixierte Styrolpreis wird den Harzpreis erneut kräftig in die Höhe treiben, ungeachtet der ab Monatsmitte zu erwartenden saisonalen Dämpfung der Nachfrage.

Bei den berichteten Glasfaserprodukten gab es wie üblich nur wenig substanzielle Bewegung. Während bei assemblierten Rovings ein leichter Auftrieb zu sehen war, gab der Preis für Standard-Faserschnittmatten etwas nach. Seitens der Erzeuger gibt es hier und da Ansätze für Preiserhöhungen im kommenden Jahr, die wohl auch verfangen werden.