• Notierungen für Harze und Glasfasern auf dem Weg nach oben
  • Weitere Preissteigerungen im April sind abzusehen
  • Mengensicherung hält Nachfrage nahe Normalniveau

Die seitens der Erzeuger angekündigten Aufschläge von 450 EUR/t waren wohl noch das kleinere Übel für die Verarbeiter von Orthoharzen. Im Mittel lagen die Preiserhöhungen im März letztendlich zwar nur bei gut 250 EUR/t, doch in der Spitze waren durchaus auch um 700 EUR/t teurere Notierungen zu sehen. Auch große Abnehmer blieben keineswegs verschont, wenn sie sich Mengen sichern wollten. Der steile Aufwärtstrend beim Vorprodukt Styrol, dazu etliche Engpässe hierzulande und in den USA drückten auf die Laune. Hinzu kamen Aufschläge auch bei Phthalsäureanhydrid.

Der neuerlich starke Aufwärtstrend des Styrol-Kontrakts für April wird weitere Preiserhöhungen auch bei den Harzen nach sich ziehen. Schon vor Monatsbeginn kündigten mehrere Erzeuger Aufschläge von 300 bis 500 EUR/t an.

Mit den starken Verwerfungen in den weltweiten Mengenströme, noch verschärft von der Havarie im Suez-Kanal (zuletzt siehe KIWeb vom 29.03.2021), war die Versorgung insbesondere bei Glasfaser-Importen aus Asien eng. Schon im Januar prophezeite ein KI-Umfrageteilnehmer, dass es zu nicht unbeträchtlichen Erhöhungen kommen würde. Die langfristigen Vereinbarungen schirmten die Preise über das erste Quartal zunächst hinreichend ab. Doch bereits ab Märzbeginn wurde vielfach auch die Kontrakte nicht mehr eingehalten. Heftige Anstiege waren die Folge, Ausnahme waren lediglich die höherwertigen Faserschnittmatten aus europäischer Produktion.