• Teures Styrol zieht Harzpreise weiter aufwärts
  • Verfügbarkeit wegen fehlender Importe eher eng
  • Auftrieb reißt im Januar nicht ab
  • Glasfaserprodukte vor deutlicher Teuerung

Das neuerlich kräftige Anziehen des Styrolpreises um knapp 140 EUR/t im Dezember trieb die mittelreaktiven Orthoharze weiter aufwärts. Der durchschnittliche Aufschlag betrug rund 50 EUR/t, die Bewegung war je nach Abnehmer und Umfang aber sehr uneinheitlich. Selbst große Verarbeiter mussten erheblich tiefer in die Tasche greifen, teils auch, weil die Teuerung im Vormonat bei ihnen vielfach noch nicht so stark durchgeschlagen hatte.

Die noch leichten Einschränkungen der Verfügbarkeit im November verstärkten sich im Dezember. Sie trafen auf eine überraschend starke Nachfrage, die kaum vollständig bedient werden konnte. China saugte weiterhin in großem Umfang Material ab. Gleichzeitig verteuerten sich Lieferungen wegen der gestiegenen Frachtraten.

Es wird weiter aufwärts gehen für die Harzpreise nach dem erneuten Anstieg beim Hauptvorprodukt Styrol. Auch Glykole sind wegen der Konkurrenz zu Hygieneanwendungen knapp und teuer. Die Verfügbarkeit bleibt dünn, auch wenn zu erwarten ist, dass das chinesische Neujahrsfest um den dortigen Jahreswechsel am 11./12. Februar etwas Entspannung bringen könnte.

Erste leichte Bewegung war bei den Glasfaserprodukten zu sehen, die allerdings bislang nicht verallgemeinerbar war. Vor allem aufgrund der stark gestiegenen und weiter anziehenden Frachtraten wird es im ersten Quartal 2021 zu deutlichen Aufschlägen kommen – vornehmlich bei Faserschnittmatten, aber auch bei Rovings.