• Harzpreise ziehen kräftig an
  • Erste deutlichere Versorgungsengpässe spürbar
  • Aufwärtstrend flacht im Februar wohl ab
  • Glasfasern zu Jahresbeginn merklich teurer

Die deutlichen Engpässe bei den Styrol-Vorprodukten Ethylen und Benzol verteuerten das Hauptvorprodukt für Orthoharze erneut kräftig. Styrol zog um 108 EUR/t an, das macht in den drei Monaten November bis Januar kumuliert 305 EUR/t. Die mittlerweile spürbare Versorgungsenge bei den Orthoharzen trieb den Preis im Januar allerdings deutlicher nach oben als es die reine Kostenbasis erwarten ließ. Grund dürfte auch die Konkurrenzsituation beispielsweise zur Polyolstrecke beim weiteren Vorprodukt Propylenglykol sein, das zunehmend knapp wurde. Zudem blieben die Frachtraten hoch.

Das mit zahlreichen Ausfällen bei Crackerprodukten verringerte Angebot konnte die weitgehend normale Nachfrage nicht vollständig bedienen. Zusätzlich bremste der inzwischen hohe Preis die Kauflaune.

Es scheint zwar, als verlöre der Aufwärtstrend des Styrol-Kontrakts mit nur noch 24 EUR/t Aufschlag im Februar langsam an Fahrt. Doch die Harze werden wohl noch einmal einen etwas höheren Schub bekommen, weil die Erzeuger die Margen sicher weiter nach oben treiben wollen. Hinzu kommt, dass die Frachtraten zwar stagnieren, jedoch auf hohem Niveau.

Die Glasfasern übertrafen die zu Jahresbeginn erwarteten Aufschläge meist deutlich. Im Durchschnitt lag die Teuerung bei mehr als 3 Prozent, wozu insbesondere die hohen Frachtkosten beitrugen. Die Versorgung war jedoch insgesamt gegeben.

Weitere Aufschläge sind bei allen berichteten Glasfasertypen zu erwarten, allerdings wohl nicht mehr in dem zuletzt gesehenen Umfang. Wegen Containermangel und hoher Frachtraten fehlen die Importe günstiger Produkte aus Asien. Daran wird sich wohl auch so schnell nichts ändern.