• Höhenflug der Harze setzt sich fort
  • Sensationeller Anstieg im März zu erwarten
  • Anziehende Notierungen entfalten Bremswirkung
  • ​Glasfasern nur mit punktueller Teuerung

Der nur kleine Aufschlag beim Hauptvorprodukt Styrol machte im Februar deutlich: Um das Vorprodukt geht es auch bei den Harzen kaum noch. Orthoharze legten um durchschnittlich 90 EUR/t zu, was vor allem der engen Verfügbarkeit geschuldet war, die mit den winterlichen Ausfällen in den USA noch einmal zunahm. Importe waren dementsprechend praktisch nicht zu sehen, auch verknappten zahlreiche Anlagenausfälle die Versorgung. Die hohen Notierungen bremsten die Nachfrage jedoch langsam ein wenig.

Käufe in größerem Umfang werden sich Verarbeiter wohl zumindest für die nächsten Tage verkneifen. Styrol brach aus dem ohnehin schon steilen Anstiegsmuster aus und eilte himmelwärts. Um fast obszöne 501 EUR/t legte der Märzkontrakt für das Vorprodukt zu. Ob damit das Ende der Fahnenstange erreicht ist, bleibt angesichts der außer Rand und Band geratenen Preise schwer absehbar, ein Wendepunkt Wunschdenken. Die Harze werden dem Anstieg jedenfalls folgen, in welchem Umfang bleibt dahingestellt. Erste Ankündigungen der Erzeuger liegen je nach Produkt bei bis zu 450 EUR/t.

Unter der zu erwartenden Zurückhaltung beim Kauf von Harzen werden auch die Glasfasern leiden, die nach dem Anstieg zu Jahresbeginn eine Verschnaufpause einlegten. Ausnahme waren assemblierte Rovings, die sich leicht verteuerten.