• Teuerungswelle schiebt Harzpreis auf Höchststand
  • Auch Glasfasern etwas teurer
  • Automobilbau dämpft Abnahme im Monatsverlauf
  • Engpässe bei Vorprodukten könnten Preise weiter treiben

Das Ende der Fahnenstange ist für die Orthoharze nicht erreicht. Nach den bereits drastischen Aufschlägen im März rollte im April die nächste große Welle an, Verarbeiter zahlten durchschnittlich 500 EUR/t mehr. Gründe waren der Aufwärtstrend bei Styrol sowie Engpässe und Aufschläge bei allen anderen Vorprodukten, vor allem Glykolen. Leichte Aufschläge waren zum Monatsbeginn auch bei den Glasfaserprodukten zu beobachten.

Der hohe Preis dämpfte die Abnahme sowohl von Harzen wie auch von Glasfaserprodukten spürbar. Zudem geriet der Automobilbau als Motor ins Stocken. Bei Glasfasern war die Verfügbarkeit weitgehend gegeben, Importware fehlte jedoch. Bei eingeschränkter Verfügbarkeit der Matrixmaterialien reichte die Versorgung indes meist aus. Weiterhin wurden nur die notwendigsten Mengen gekauft, weil allgemein noch innerhalb des zweiten Quartals auf sinkende Preise gehofft wird. Vereinzelt kam es zu Produktionsdrosselungen seitens der Verarbeiter und der Verschiebung von Aufträgen.

Harze dürften im Mai vermutlich weitere Anteile des um 87 EUR/t höher fixierten Styrol-Kontrakts einpreisen.

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